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Wenn ein Künstler in den Ruhestand geht, dann wird er keine Bilder mehr malen.
Wilhelm Neumayer legt mit 65 Jahren für immer sein Malerwerkzeug aus der Hand; es ist seine rechte Hand.
Den linken Arm verliert er 1940 als Landser im Krieg.
Er kehrt nach Delling zurück. In der ihm vertrauten und geliebten Umgebung seiner Heimat findet er die nötige Kraft und beginnt wieder zu malen. Die Landschaft lindert rasch seine Kriegswunden und bedeutet ihm viel mehr als andere Menschen. Wilhelm will malen. Der Krieg streicht ihm nun zum zweiten Mal seine Pläne durch nach einem schweren Luftangriff ist die Münchner Kunstakademie im Juli 1944 total zerstört. Wilhelm muss sein Studium vorzeitig beenden.
Als nach 1945 abstrakte Malerei den Kunstmarkt beherrscht, wandert Willy mit seiner Feldstaffelei und Malkasten durch die Landschaft. Die beliebtesten Motive sind es „Marienplatz“ oder „Viktualienmarkt“ und „Hofbräuhaus“ in München. Aber auch „Frühlingstrasse in Garmisch“ oder „Königssee“ und „Neuschwanstein“. Willy malt wie am Fließband. Die Wohnung im 1. Stock seines Geburtshauses in Delling wird zum Atelier umgebaut. Dort malt er über 30 Jahre lang immer wieder die gleichen Motive. Die zahlreichen Aufträge kommen von den Galerien und Kunsthändlern. Seine künstlerisch wertvollsten Arbeiten entstehen jedoch nicht im Atelier sondern in der freien Natur
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Seit 2008 findet im Landkreis Starnberg das Treffen Deutscher und Polnischer Künstler statt.
Die Ausstellung „Das unvollendete Werk. Ein Künstler im Ruhestand“ ist dem Kunstmaler Wilhelm Neumayer zum 20 Todestag gewidmet. Die Ausstellung und Atelier können auch nach Terminvereinbarung besichtigt werden. Neben Wandgemälden, Zeichnungen und Bildern von Wilhelm Neumayer stellen folgende Künstler ihre Arbeiten aus: Frank Cmuchal, Malgorzata Dolzynska, Piotr Gardecki, Maria M. Hahmann, Hanne Kroll, Ewa Panczyk-Halubiec, Beate Pohlus, Robert Rynarzewski, Malgorzata Stefanowicz, Mateusz Sieniewicz, Evelyn Surek, Magdalena Willems-Pisarek.
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